Der Kommentar von Ute Krogull mit dem Titel „Der Stadtrat hat seine Chance verpasst“ bedarf zwingend einer Präzisierung. Denn hier wird der gesamte Stadtrat für eine Situation verantwortlich gemacht, für die aber nur bestimmte Fraktionen verantwortlich sind.

Die Wertung ist bemerkenswert nachdem der neugewählte Stadtrat ja erst seit 3 Monaten tagt und vor allem auch 50 % der Besetzung neu im Amt sind.

Statt einer pauschalen Aburteilung des Stadtrates wäre es für die Bürger sicherlich zielführender „Ross und Reiter“ für die verpassten Chancen zu nennen und wie hier Abstimmungen erfolgten. Die Friedberger Bürgerinnen und Bürger könnten sich so informieren und mehr denn je genau auf die Haltung einzelner Fraktionen achten.

Wir von der SPD Stadtratsfraktion stehen ganz klar zu einer konstruktiven und an der Sache ausgerichteten Zusammenarbeit, sicherlich auch die Fraktion der Parteifreien Bürger.

De Bürgermeister packt an, seine Verwaltung arbeitet erstklassig, so man sie lässt und unterstützt. Deshalb stehen wir wegen Corona auch sehr gut da. 

Wir arbeiten bisher mit der Stadtverwaltung bestens zusammen und wollten als Zeichen und Bedeutung dieser wertvollen Zusammenarbeit für die Stadt auch einen Pfleger für die Verwaltung etablieren. Dies wurde von einer Mehrheit abgelehnt.

Unsere Fraktionsvorsitzende wird zusätzlich jeweils für zwei Tage in den Referaten hospitieren, um der Verwaltung ihr Vertrauen und ihre Wertschätzung zum Ausdruck zu bringen und die Grundlagen für eine zielführende Zusammenarbeit weiter auszubauen.

Die im Kommentar als „zänkisch“bezeichnete Arbeitsweise des Stadtrats hat nach unserer Meinung eine ganz andere Ursache:    

Teilen des Stadtrats geht es darum , den Bürgermeister und in der Konsequenz auch seine Verwaltung kleinzuhalten.

Auch, hier stimmt die Aussage des Kommentars, erinnert man sich nicht immer an die eigenen schon getätigten Stadtratsbeschlüsse aus der Vergangenheit.

Vielleicht ist das Ergebnis der Bürgermeisterwahl auch noch nicht überwunden. Schade!

Wir stehen für eine politische Aktivität zum Wohl der Stadt und nicht für eine Profilierung durch Blockade.

Die SPD Fraktion